Die 3 besten Roulette Strategien

Könnten Casinospiele aus ihrem Vorleben erzählen, wären Craps und Roulette vermutlich die Spiele mit den altertümlichsten Geschichten. Es existieren Hinweise, dass das Würfeln einst gar nicht so witzig war wie heute. Altertümliche Würfel wurden aus Schafs- und sogar Menschenknochen gemeißelt. Welches Schicksal halten die Götter bereit? Von welcher Seite wird die feindliche Armee angreifen? Darauf gaben die eckigen Orakel Antwort. Es ist schon irgendwie gruselig, aber zum Glück sind diese Zeiten bereits seit mindestens 5000 Jahren vorbei.

Nicht viel anders verhielt es sich nach alten Überlieferungen mit dem Roulette. Immerhin deutet nichts darauf hin, dass hierfür Menschen oder Schafe dran glauben mussten. Allem Anschein nach war aber der historische Hintergrund alles andere als vergnüglich. Das Schild von Soldaten wurde als Roulettekessel benutzt. Es liegt nahe, dass militärische Entscheidungen von diesem Spin abhingen. Zu gern würden wir in eine Zeitmaschine steigen und nachprüfen, was als Kugel benutzt wurde. Schenkt man den Gerüchten Glauben, waren es die Soldaten selbst!

Skurril und lustig wie es auch klingt, aber angesichts der blutigen Hintergründe sind wir dann doch ganz froh, dass wir nicht in diese Zeit reisen können. Lieber vertrauen wir den historischen Aufzeichnungen und staunen, dass nachweislich damals schon zum Spaß gespielt wurde. Spätestens Asterix, Obelix und Julius Cäsar müssten Zeitzeugen des Glücksspiels gewesen sein. Wer weiß, vielleicht haben sie ja die besten Roulette-Strategien ins Leben gerufen?

Spaß beiseite, denn sehr viel wahrscheinlicher ist, dass erste Roulette-Systeme im Mittelalter erfunden wurden. Große Denker haben versucht, es mit dem Rad der Fortuna aufzunehmen. Mathematiker zerbrachen sich die Köpfe in den Spielbanken, aber hatten keinen durchschlagenden Erfolg. Die Bank gewann auf Dauer immer! Bauern blieb der Spielspaß – aber auch der Frust – verwehrt. Sie hatten keinen Zutritt.

Heutzutage gibt es zwar noch Roulette, aber diese Art der Diskriminierung gibt es nicht mehr. Wer volljährig ist, darf sein Glück im Casino versuchen, ob er nun Landwirt ist oder Professor. Unsere Vorfahren sind wahrlich nicht auf den Kopf gefallen. Der Buchdruck wurde erfunden. Somit haben die genialen Denkansätze und Systeme überlebt.

Mancher wird sich nun fragen, warum man diese denn probieren sollte, wenn doch das Casino immer gewinnt? Ganz einfach: Ein nicht perfektes System ist immer noch besser als kein System. Vielleicht fehlt noch ein Quäntchen zur Perfektion. Wer möchte nicht eines Tages mit einem „Heureka“ verkünden, dass er des Rätsels Lösung gefunden und den Hausvorteil des Casinos überlistet hat?

Auch ohne diesen Durchbruch ist es reizvoll, eine uralte Strategie zu nutzen, die schon Napoleon Bonaparte kannte. Es ist genau vorgegeben, was als Nächstes zu tun ist. Struktur und Ordnung ist die Devise. Hier gibt es die besten Roulette-Systeme zum Nachmachen im Überblick.

Roulette Martingale-System

Viele Roulette-Spieler stoßen früher oder später auf eine Strategie namens Martingale-System. Der Ehrgeiz, Struktur und Berechenbarkeit in ein Glücksspiel zu bringen, entspricht der menschlichen Natur. So verwundert es nicht, dass ganz normale Spieler sich das Spielsystem selbst auf die Kappe schreiben. Auch viele Wissenschaftler dachten bereits, dass sie die Logik dahinter als Erster entdeckt hätten. Die Wahrheit ist jedoch, dass die Martingale-Strategie bereits seit dem 18. Jahrhundert erprobt und damit alles andere als neu ist. Sie ist in sich einfach logisch und schlüssig. Wer diese Technik anwendet, sei es nun bewusst oder aus einer Intuition heraus, ist sich sicher: Auf diese Art kann ich nur gewinnen!

Aber stimmt das auch? Leider lässt sich diese Frage eben nicht pauschal bejahen. Wäre das so, hätte sich längst jemand ein Patent besorgt und alle Casinos dieser Welt in die Pleite getrieben. Es wäre also nicht fair, Martingale als ein System mit Gewinngarantie anzupreisen. Allerdings ist es auch nicht aussichtslos, damit zu gewinnen. Ansonsten wäre es längst in der Versenkung verschwunden. Zunächst soll hier geklärt werden, was es überhaupt mit Martingale auf sich hat.

Der Spieler setzt einen Euro auf eine einfache Chance. Diese zahlen 1:1 im Gewinnfall. Der Einfachheit halber wird angenommen, er wettet auf Schwarz. Fällt Rot, verdoppelt er für den nächsten Spin seinen Einsatz, bis endlich Schwarz fällt. Der Gedanke dahinter ist so einfach wie genial, denn durch das Verdoppeln werden die verlorenen Spieleinsätze wieder ausgeglichen, sobald der Spieler eine Runde gewinnt. Dazu kommt der eigentliche Gewinn. Früher oder später muss ein dickes Plus auf dem Spielerkonto stehen, oder?

Wenn es doch in der Praxis so einfach wäre wie in der Theorie! Wer bereits Roulette ausprobiert hat, wurde vielleicht Zeuge einer Serie von beispielsweise 17 Mal hintereinander Rot. Der Spieler müsste finanzielle Reserven im Wert eines Neuwagens besitzen, um eine solche Durststrecke zu überstehen. Selbst wenn er das Geld investieren möchte, ist nicht garantiert, dass das Casino derart hohe Einsätze zulässt. Und als wäre es noch nicht schwierig genug, gibt es da auch noch die Null.

Diese Bedenken sollen nicht dazu führen, dass jemand resigniert Abstand von dem Versuch nimmt. Es soll lediglich darauf hingewiesen werden, dass das strategische Setzen keine absolute Sicherheit bietet. Wenn es gut läuft, ist es ohne Frage traumhaft. Mit jedem Coup verdoppelt sich der Kontostand. Erfolgt ein Verlust, ist dieser im Nu ausgeglichen, da eben entsprechend der Einsatz erhöht wird. Es geht zwar relativ schleppend voran, aber kontinuierlich.

Sehr gut, wenn der Spieler Zeit mitgebracht hat. Aber genau da liegt der Teufel im Detail, denn mit der Zeit werden Permanenzen auftreten, die nicht im Sinne des Spielers sind. Es ist eben auch beim Roulette wichtig, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Alles in allem könnte man sagen, dass sich das Martingale-System sehr gut eignet, um verlorene Runden zu kompensieren. Um jedoch richtig viel zu gewinnen, wäre es auch mit der gehörigen Portion Glück ein enormer Zeitaufwand. Manchem Roulette-Spieler steht die Glücksfee derart zur Seite, dass die genannten Risiken lange nicht eintreffen. In diesen Phasen macht Martingale einen Riesenspaß. Aber: Warum dann nicht stattdessen auf ihren Beistand hoffen und auf die Glückszahl setzen?

Geheimtipp: Eine gute Martingale-Variation

Es ist kein Geheimnis, dass eine Strategie mit Gewinngarantie pure Illusion ist. Trotzdem funktioniert das Martingale-System in vielen Fällen erstaunlich gut. Der Gegner dabei hauptsächlich die Zeit, wie oben bereits erklärt wurde. Der kluge Roulette-Spieler ist sich dessen bewusst. Er hat Spaß an der Strategie und vielleicht auch an folgender Abwandlung. Es empfiehlt sich, jede Martingale-Variante nur für Außenwetten mit einfachen Chancen anzuwenden. Gerade oder Ungerade, Schwarz oder Rot, Hoch oder Niedrig sind die Zielobjekte der Strategen. Beim Amerikanischen Roulette mit der doppelten Null bedeuten diese Wettmärkte eine Gewinnchance von 18 mit einem Verlustrisiko von 20. Beim Europäischen Roulette stehen die Chancen mit einem Verhältnis von 18 zu 19 besser, da es immerhin nur eine Null gibt. Das ist Grund genug, diese Spielvariante zu bevorzugen. Die Tischlimits sollten immer vorher kontrolliert werden, damit diese nicht das Vergnügen vorzeitig beenden.

Das System kann aussehen wie im fiktiven Rechenbeispiel: Der erste Einsatz beträgt 10 Münzen. Die Wette wird verloren. Beim nächsten Spin werden 20 Münzen gesetzt, also der Einsatz wird verdoppelt. Nun wird es spannend, denn die nächsten beiden Runden werden pausiert. Es wird auf keinen Fall ein Einsatz getätigt, sondern nur durchgeatmet und diszipliniert gewartet. Das kann manchem Spieler schwer fallen, aber es ist machbar und sollte ohne Kompromisse eingehalten werden.

Anschließend folgt der große Moment, nämlich der fünfte Spin. Auf diesen werden 40 Münzen gesetzt. Wird diese Wette nicht gewonnen, steht alles wieder auf Anfang und der nächste Dreh wird wieder mit 10 Münzen Einsatz bestritten. Der Verlust bis zu diesem Moment beträgt 70 Münzen. Das ist bitter, aber der Verlust wäre mit Sicherheit ohne die Pausen höher. Sind 70 Münzen verloren, steht wieder eine Denkpause an. Es wäre eine Alternative, an ein anderes Roulette zu gehen, einfach eine Pause zu machen oder zu bleiben und von vorn zu beginnen. Diese Strategie ist allein schon aus dem Grund vorteilhaft, weil sie eine permanente Selbstkontrolle verlangt. Als Spieler sein Konto stets im Blick zu haben und den nächsten Schritt zu planen, schützt vor emotionalen Entscheidungen und zu großen Einbußen.

Einfaches Paroli-System

Auch das Paroli-System ist eine der Strategien, auf die manch cleverer Roulette-Spieler von selbst stößt und denkt, er habe es selbst erfunden. Die Spielweise zielt auf das Ergebnis ab, das sich jeder wünscht. Das ist natürlich gewinnen. In manchen Fällen geht die Rechnung auf, in manchen leider nicht. Auch Paroli ist toll, aber weit weg von Perfektion.

Paroli ist im Grunde mit dem bekannten Parley-System identisch. Mit jedem Gewinn steigt der Spieleinsatz für den nächsten Dreh. Eine Session läuft über drei Instanzen beziehungsweise Spins. Angenommen, der Spieler beginnt mit 10 Münzen. Er gewinnt, also setzt er auf die nächste Runde 20 Münzen. Bei Erfolg werden auf Spin Nummer 3 schließlich 40 Münzen gesetzt. Anschließend wird wieder mit 10 Münzen begonnen, da bereits ein dickes Plus auf dem Spielerkonto zu verzeichnen ist. Das klingt einfach und ist es auch. Solange das benötigte Glück mit von der Partie ist! Wer im Begriff ist, nun seinem Chef Lebewohl zu sagen und von dieser Strategie zu leben, sollte sich den berühmten Film „The Gambler“ zu Gemüte führen. Sich auf die Strategie zu verlassen, wäre auf Dauer fatal. Der Feind beim Roulette ist leider zu häufig die Gier. Der Anblick des schnell wachsenden Guthabens kann leicht vergessen lassen, dass es auch andere Tage geben wird.

Dennoch ist das Paroli-System eine Spielweise, die als angenehm empfunden wird. Sie kann natürlich auch leicht angepasst werden, wie an dem nachfolgenden Vorschlag deutlich wird. Nehmen wir an, der Kontostand des Spielers beträgt 500 Münzen. Er möchte nach der Paroli-Strategie spielen und hält sich, wie unbedingt empfohlen, an die einfachen Chancen. Er hat 10 Münzen gesetzt und die erste Kugel rollt. Er gewinnt. Nun stellt er die Überlegung an, seinen Einsatz zu erhöhen und setzt auch beim nächsten Spin 10 Münzen. Beim dritten und vierten Spin erhöht er nach jedem Sieg auf 20 und schließlich 40 Münzen. Ist ihm das Glück hold, hat er 80 Münzen Gewinn erzielt.

Worin besteht der Sinn, während der ersten beiden Spins nur 10 Münzen zu setzen? Richtig, er vorausschauend gehandelt und seine 500 Münzen auf 520 erhöht. Mit diesem Puffer hat er sein Verlustrisiko für den dritten Spin minimiert. Die 20 gesetzten Münzen hätte er verlieren können und nicht traurig sein müssen, denn es blieben in diesem Fall seine 500 Münzen. Dadurch, dass er mit jedem geplatzten Coup zu seinen ursprünglichen 10 Münzen Einsatz zurückkehrt, handelt es sich um ein verhältnismäßig sicheres Roulette-System.

Welches Roulette-System ist das beste?

Bei aller Begeisterung für Roulette-Systeme kann gar nicht oft genug betont werden, dass keine der Spielweisen dem Hausvorteil des Casinos gewachsen ist. Funktioniert eine Strategie phasenweise, funkt immer etwas dazwischen und erinnert den Spieler daran, dass das Casino immer gewinnt. Der Übeltäter ist die Zero, die Null. Nicht umsonst entwickelt sich bei den meisten Casino-Nutzern eine Hassliebe zu dem meist grünen kleinen Ding. Manchmal kommt sie europäisch allein daher. Manchmal auch ganz amerikanisch, im Doppelpack. Immer kommt sie, wenn sie nicht gebraucht wird. Nie sagt sie, wann sie kommt.

Roulette lässt sich nicht beherrschen. Strategien helfen lediglich, möglichst oft als Sieger gegen das Rad des Teufels aus der Roulette-Session zu gehen.

Es ist wohl auch Charaktersache, welche der Strategien einem Spieler besser hilft. Das Martingale-System ist prima, um Verluste zu minimieren, aber es verlangt nach einem stabilen Nervenkostüm. Spätestens, wenn es gut läuft und die Einsätze sehr hoch steigen, geht der Adrenalinspiegel bei manchem Spieler durch die Decke. Die vorgeschlagene Abwandlung entschärft diese Situation und verringert den Druck.

Wer rasante Veränderungen seines Kontostandes sehen will, findet mitunter mehr Gefallen am Paroli-System. Dieses ermöglicht schnellere Stops und Tischwechsel.

Es spricht nichts dagegen, alle hier vorgestellten Roulette-Strategien selbst zu testen, und seinen persönlichen Favoriten zu finden. Ein entspannter Spieler ist meist ein erfolgreicher Spieler, dem das Glück am Ende unabhängig von seiner Strategie zufällt.